Holler

Liederabend mit Joachim Schneider

Über vierzig Zuhörer waren begeistert von Joachim Schneiders Interpretation (nicht nur) von Reinhard Mey

Ein Stück Musik von Hand gemacht

Der Titel des ersten Liedes war Programm „Ein Stück Musik von Hand gemacht“. Lediglich eine Gitarre und seine Stimme – mehr brauchte Joachim Schneider nicht, um über vierzig Zuhörerinnen und Zuhörer in der Bücherei Holler in seinen Bann zu ziehen. Bereits ab den ersten Akkorden konnte man wippende Füße und nickende Köpfe im Takt der Musik beobachten. 

Der Wunsch nach einer Wiederholung sei nach dem ersten Liederabend mit Joachim Schneider vielfach an das Bücherei-Team herangetragen worden, berichtete Bücherei-Mitarbeiterin Anja Roos in ihrer Begrüßung. Diesen Wunsch habe man gerne aufgenommen.

Und so wurde auch die zweite Auflage zu einem besonderen Abend. Joachim Schneider hatte eine ausgewogene Mischung aus heiteren Liedern, teils mit einem Augenzwinkern, aber auch melancholischen, nachdenklichen Stücken mitgebracht. Neben zahlreichen Liedern von Reinhard Mey – bekannten und auch unbekannteren – hatte er mit „Arbeiterkinderdenkmal“ von Funny van Dannen sowie „Ich bin nur gut, wenn keiner guckt“ von Max Raabe und einigen Stücken von BAP auch andere Songschreiber mit im Gepäck. Und sogar ein eigenes Lied, das er seinem ersten Enkel zur Geburt geschrieben hat.

Dass er mit der Auswahl den Nerv des Publikums getroffen hatte, zeigte sich deutlich: Bei „Herr Fellmann, Bonsai und ich“ und „Für immer jung“, einer BAP-Variante des Bob Dylan-Klassikers „Forever young“, sang der gesamte Saal mit. Literarische Brücken zwischen den einzelnen Liedern baute das Team der Bücherei Holler. Anja Roos hatte zu den Liedern passende Texte und Gedichte herausgesucht, die die Teammitglieder im Wechsel vortrugen. Das rundete den Abend inhaltlich perfekt ab. Selbstredend, dass Joachim Schneider nicht ohne zwei Zugaben – „Über den Wolken“ und „I mog heid no ned hoam“ – den schönen und stimmungsvollen Abend beenden durfte.

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